Wie die Zeit vergeht …

Ich kanns ja garnicht so richtig fassen aber scheinbar ist die Wintersaison für mich schon wieder vorbei. Dabei fühlt es sich so an als hätte ich gestern angefangen dort zu arbeiten. Nicht das mir mein Job riesen Spaß gemacht hätte aber gute Zeit muss ich zugeben vergeht einfach zu schnell. Selbst als Tellerwäscher kann ich sagen habe ich die Zeit auf Mt. Seymour genossen besonders die Menschen die ich dort getroffen habe werden für immer in meiner Erinnerung bleiben. Es war denke ich die beste Zeit meines Lebens bisher. Nichtsdestotrotz geht es für mich jetzt weiter oder wenn man so sagen will erst richtig los. Doch vorher will ich noch ein paar Worte zu den letzten paar Monaten und das Ende meiner zwei Jobs verlieren.

Wenn ich so zurückblicke bemerke ich erst wie lange es denn schon her ist als ich das letzte mal hier rein geschrieben hab, das war Seattle und das ist ja nun wirklich schon Jahrhunderte her. Ich hoffe ihr könnt mir das verzeihen. Nun ja arbeitstechnisch hat sich auch um ehrlich zu sein nicht so viel geändert ich war bis zum letzten Tag Dishwasher und habe es leider (noch) nicht zum Millionär geschafft. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich mehr verdient habe als die meinsten Snowboard Lehrer, da ich einfach gesicherte Stunden hatte und geregelte Arbeitszeiten. Das soll nicht heisen, dass ich gerne Teller gespühlt habe aber rückblickend war es vielleicht garnicht das dümmste in Food & Beverage zu arbeiten. Außerdem wäre, hätte ich nicht im Restaurant gearbeitet, der großteil meines Geldes für essen drauf gegangen. Snowboardtechnisch war ich zwischenzeitlich auch viel unterwegs, bin mir gerade überhaupt nicht sicher was ich schon alles erzählt habe und was nicht. In der Kurzfassung: 2 x Big White, 1 x Hemlok, 1 x Silver Star, 1 x Revelstoke, 1 x Mt. Baker, 1 x Whistler. Ich weis die Namen sagen euch alle nichts aber es ist gut für mich zu wissen was ich noch erzählen sollte. Nun ja wichtig sind auf jeden fall die zwei Trip nach Big White. Wie der Name von dem Skigebiet schon sagt ist es groß und auch ziemlich weiß dort. Es ist ca. 50 km von Kelowna entfernt und somit ca. 6 h von Vancouver, als wir das erste mal dort waren ging ich mit Leuten von unserer Abteilung für zwei Tage. Den Skipass dort bekamen wir umsonst weil wir bei Mt. Seymour gearbeitet haben, was die kosten zumindest etwas gesenkt hat. Das Skigebiet ist wirklich sehr sehr gut, es hat alles was man braucht und auch wenn sich das komisch anhört aber befor ich dort war habe ich nie verstanden warum manche Menschen denn immer unbedingt in den Wäldern fahren wollen. Nachdem ich aber dort ca. 50 cm unberührten Schnee gefahren bin wurden mir die Augen geöffnet und ich lernte das zwiespältige fahren zwischen den Bäumen zu schätzen und hatte unendlich viel spaß dabei. Bis dahin das beste Skigebiet in dem ich je war. Nach den zwei Tagen fuhren wir noch ein Tag in Silver Star, was leider eine große Enttäuschung war, denn dort war nichts mehr von dem pulvrigen powder mehr zu sehen und nur noch vereiste gefühlt 300% steile Buckelpisten. Es war ein schade aber dennoch hatten wir im großen und ganzen einen guten Trip. By the way Hemlok, Mt. Baker und Whistler waren nur Tagestrips also nicht so spannend. Der andere große Trip war einfach unbeschreiblich. In einem gemieteten Auto zog ich mit 4 Iren los, erstes Ziel war erneut Big White wie schon meine ersten zwei Tage dort waren auch die nächsten letzten zwei wunderschön und immernoch bis dahin das beste Schnee erlebnis in meinem Leben.

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Wir dachten es kann einfach nicht besser werden. Doch dann machten wir uns nach dem zweiten Tag auf den weg um nach Revelstoke zu kommen. Revelstoke ist ein kleines Kaff ähnlich groß wie Neipperg und gefühlte 400000 km weg von der Zivilisation alleine dort hin zu kommen ist ein Abenteuer. Jedoch hatten wir Glück, wir erwischen einen der wenigen Tage an denen die Strße offen war um dort hin zu kommen. Von 7 Tage der Woche ist die Straße mindestens 3 Tage nicht befahrbar, entweder wegen umgefallenen Bäumen oder Lawinen auf der Straße oder was sonst noch so aus der kanadischen Wildnis die Straße blockieren kann. Jedenfalls haben wir es geschafft und es hat sich gelohnt, es ist wie wenn man keinen Kuchen kennt als erstes bekommt man einen “Marmorkuchen” (Big White) und man denk “pooooooooar das ist das beste Gebäck der Welt” aber dann kommt jemand zwei Tage später und bringt die perfekte schwarzwälder Kirschrote (Revelstoke).

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Zwei unglaubliche Tage es war für mich das Beste erlebnis auf dem rutschigen Brett unter meinen Füßen, der pulvrigste leichteste unbrerührteste Schnee den ich je gesehen habe. Zum ersten mal wurde mir klar wo und vorallem wie die Profisnowboarder ihre Filme machen. Es ist wirklich schwer das Gefühl zu beschreiben wenn man eine unberührte Piste mit ca. 30 cm pulvrigem Schnee hinunterbraust. Selbst auf der Heimfahrt, ca. 10h, konnten wir nicht aufhören jedes kleine Detail des Berges zu kommentieren.

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Revelstoke an sich ist ein relativ neues Skigebiete es wurde erst vor 5 Jahren geöffnet und wird in naher Zukunft vorraussichtlich das Beste und größte Skigebiet in Canada werden, es hat schon jetzt den größten Höhenunterschied, man kommt von 500 auf ca. 2800 m. Einfach unglaublich.

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Okay genug geschwärmt! Wir liesen die Saison natürlich mit ein paar guten Partys ausklingen und hatten viel Spaß an der Feierei und dem unbeschwerten beisamen sein. Letztendlich ist es irgendwie traurig, dass nun jeder seinen eigenen Weg geht.

Langweilig war es mir aber nicht zu sehr nachdem ich nicht mehr bei Mt. Seymour gearbeitet habe, dann ich konnte ja immernoch die Hollister Menschen ärgern. Eigentlich arbeitetete ich dort fast jeden Tag nachdem ich auf dem Berg nichts mehr zu tun hatte. Es war ein ziemlich gutes Gefühl sehr viel Freizeit zu haben aber trozdem noch ein gutes Gewissen, dass man zumindest irgendwas tut. Zum schluss muss ich auch zugeben hat mir die Arbeit dort sehr viel Spaß gemacht egal wieviel ich über den Laden gelästert habe irgendwie sind mir die Leute dort doch ein wenig ans Herz gewachsen, so war ich heute nach meinem letzten Tag wirklich traurig nicht mehr dort arbeiten zu dürfen. Zu meinem Abschied habe ich den Leuten dort RitterSport, Toblorone und Tofifee gekauft da haben sie sich auch gefreut.

Nun und von jetzt an bin ich offiziell Arbeitslos. Somit kann das Abenteuer beginnen. Ein bisschen hat es auch schon begonnen, letzten Freitag habe ich mir ein Motorrad gemietet und habe mich mit Stephen zu einer Tour verabredet. An dieser Stelle nochmals danke Vater für deine Kreditkarte meine fake Kreditkarte wollte mich kein Motorrad ausleihen lassen.

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Jedenfalls suchte ich mir den wohl besten Tag dafür aus es war wunderschöner Sonnenschein, was für Vancouver nicht gerade normal ist. So trafen wir uns am Kitselano beach und fuhren an der Küste entlang ca. 50 km südlich nach White Rock. Dort genossen wir dann noch ein bisschen den Blick aufs Meer und kehrten dann anschließend auf ein Bier bei Stephen ein. Für Dinner waren wir bei seinem Bruder Joe und seiner Frau eingeladen es gabe lecker Chilli und ein Glas Wein. Je später der Abende wurde je unsicherer fühlte ich mich nach Hause zu fahren und so nahm ich das Angebot an bei Joe im Gästezimmer zu schlafen. Das Motorrad musste sowiso erst am nächsten Tag wieder zurück sein. Abends zeigte uns Joe Bilder von seinem Deutschland Trip, da habe ich mich gefühlt wie ein Tourist, das war ganz witzig. Jedenfalls hat mich dann Stephen am nächsten Tag wieder nach Vancouver begleitet und ich brachte das gute Motorrad, glücklicherweise ohne jegliche Schäden, wieder zur Vermietung zurück. Hier mal ein kleiner Ausblick aus Joes Esszimmer, sowas sehen die wenn die Frühstücken :)

Ach by the way hab ich denen gesagt, dass ich versuchen werde meine Eltern zu animieren mal für ein paar Tage dort hin zu kommen, also könnt ihr schon mal anfangen zu planen wann ihr denn Stephen und Joe sehen wollte Eltern :) Es ist wirklich schön dort ihr werdet es nicht bereuen (und nehmt mich bitte mit dann )p1020208.jpg

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der kleine Garten von der Dachterasse aus.

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und natürlich wie kann es anders sein die zwei deutschen Kutschen vor der Haustüre. Ach und die Verwandschaft wer von meiner Familie es nicht weis ist überigens so Opa Motzs Vater war Bruder zu Stephen und Joes Opa also ganz schön entfernt trozdem sehr nett, dass sie mich dort so freundschafltich empfangen haben.

Nun nur noch kurz zu meinen weiteren Plänen. Ich will von Vancouver am 30. April abhauen wie genau ich das anstell steht bisher noch in den Sternen aber bin gerade guter dinge, dass ich jemand finde bei dem ich mitfahren kann. Über s Wochenende wollen Roman und ich nach Tofino auf Vancouver Island gehen sehr schöne Surfer Stadt anscheinend.

Es wird jetzt wieder regelmäßiger etwas hier drin geben also seit gespannt :)



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