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Tofino, ride to Banff

Freitag, den 27. April 2012

aloa, ich bin hier gerade im schönen Tofino, auf Vancouver island. Alleine die Reise hier her war schon ein Erlebnis. Mit dem öffentlichen Bus haben wir ca. 1,5 h zur Fähre gebraucht, die uns dann in der gleichen Zeit nach Nanaimo auf der Insel gebracht hat. Dort haben wir Romans Frundin Lisa mit A (Alisa) getroffen und sind dann zusammen mit ihr in den Greyhound bus gestiegen der uns mit zwischenstop in Port Alberni nach Tofino gebrach hat.

Bei unserem Halt in Port Alberni ist uns aufgefallen, dass wir mal nach einer Unterkunft in Tofino schauen sollten. Dabei hat sich herausgestellt, dass es in einem Kaff, ungefär so groß wie Neipperg, garnicht so einfach ist Unterschlupf zu finden. Die ersten 3 Hotels die ich an der Leitung hatte waren restlos ausgebucht, glücklicherweise hatten wir beim 4. Versuch glück und fanden eine relativ günstige Beherbergung für zwei Nächte. Wie sich jedoch herausstellte war es garnicht so einfach, das abgelegene, private Haus in dem wir gebucht haben zu finden. Ausgrüstet mit Lebensmittel und Getränken versuchten wir dann von der Innenstadt zu unserem Hotel/Bed and Breakfast zu laufen. Doch schon befor wir die innen”stadt” verlassen haben fingen wir an zu trempen und bekamen auch von einem “intressanten” Mutter Kind duo einen ride direkt vor unsere Haustüre. Dort angekommen machten wir es uns erstmal zum deutschen Vesper gemütlich.

Geplant war eigentlich die Hot springs ca. 40 km nördlich von der Insel anzuschauen, als wir aber herausgefunden haben, dass uns das über 100 $ kosten würde werden wir vermutlich eher den alternativ plan ziehen und surfen lernen. Hört sich verrückt an aber scheinbar ist hier surfen viel besser als in Hawai. Zugegeben bei den Wetterbedingungen (ca. 15 °C) ist mir zwar nicht so ganz nach Surfen zu mute aber es gibt wirklich leute die sich das antun. Wir werden sehen was passiert. Jetzt ist erstmal Zeit fürs Bett.

Hier könnt ihr euch noch ein paar Bilder von der Fähre anschauen. Was leider nicht zu sehen ist, ist der Wind der auf dem Sonnendeck wehte. Es war teilweise echt angsteinflösend, besonders ganz vorne auf dem Schiff, ich frag mich wie Leonardo DiCaprio und Kate Winslet das da auf der Titanic ausgehalten haben.

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Es geht sogar noch weiter mit good news. Ich habe einen ride nach Banff gefunden. Am Montag um halb 2 werde ich abgeholt und fahre mit zwei anderen nach Banff. Letztendlich hätte ich sogar noch die wahl geahbt nach Lake Louise zu fahren, jedoch klappt das nicht ganz mit dem aufenthalt in Tofino von dem her ist mir Banff ganz recht. Wird zwar etwas teurer als gedacht, da die Fahrerin das Auto nur gemietet hat aber zumindest muss ich nicht mit dem Bus fahren und von Banff bin ich mir sicher komm ich einfacher weg als von Vancouver nach der Winterseason.



Wie die Zeit vergeht …

Mittwoch, den 25. April 2012

Ich kanns ja garnicht so richtig fassen aber scheinbar ist die Wintersaison für mich schon wieder vorbei. Dabei fühlt es sich so an als hätte ich gestern angefangen dort zu arbeiten. Nicht das mir mein Job riesen Spaß gemacht hätte aber gute Zeit muss ich zugeben vergeht einfach zu schnell. Selbst als Tellerwäscher kann ich sagen habe ich die Zeit auf Mt. Seymour genossen besonders die Menschen die ich dort getroffen habe werden für immer in meiner Erinnerung bleiben. Es war denke ich die beste Zeit meines Lebens bisher. Nichtsdestotrotz geht es für mich jetzt weiter oder wenn man so sagen will erst richtig los. Doch vorher will ich noch ein paar Worte zu den letzten paar Monaten und das Ende meiner zwei Jobs verlieren.

Wenn ich so zurückblicke bemerke ich erst wie lange es denn schon her ist als ich das letzte mal hier rein geschrieben hab, das war Seattle und das ist ja nun wirklich schon Jahrhunderte her. Ich hoffe ihr könnt mir das verzeihen. Nun ja arbeitstechnisch hat sich auch um ehrlich zu sein nicht so viel geändert ich war bis zum letzten Tag Dishwasher und habe es leider (noch) nicht zum Millionär geschafft. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich mehr verdient habe als die meinsten Snowboard Lehrer, da ich einfach gesicherte Stunden hatte und geregelte Arbeitszeiten. Das soll nicht heisen, dass ich gerne Teller gespühlt habe aber rückblickend war es vielleicht garnicht das dümmste in Food & Beverage zu arbeiten. Außerdem wäre, hätte ich nicht im Restaurant gearbeitet, der großteil meines Geldes für essen drauf gegangen. Snowboardtechnisch war ich zwischenzeitlich auch viel unterwegs, bin mir gerade überhaupt nicht sicher was ich schon alles erzählt habe und was nicht. In der Kurzfassung: 2 x Big White, 1 x Hemlok, 1 x Silver Star, 1 x Revelstoke, 1 x Mt. Baker, 1 x Whistler. Ich weis die Namen sagen euch alle nichts aber es ist gut für mich zu wissen was ich noch erzählen sollte. Nun ja wichtig sind auf jeden fall die zwei Trip nach Big White. Wie der Name von dem Skigebiet schon sagt ist es groß und auch ziemlich weiß dort. Es ist ca. 50 km von Kelowna entfernt und somit ca. 6 h von Vancouver, als wir das erste mal dort waren ging ich mit Leuten von unserer Abteilung für zwei Tage. Den Skipass dort bekamen wir umsonst weil wir bei Mt. Seymour gearbeitet haben, was die kosten zumindest etwas gesenkt hat. Das Skigebiet ist wirklich sehr sehr gut, es hat alles was man braucht und auch wenn sich das komisch anhört aber befor ich dort war habe ich nie verstanden warum manche Menschen denn immer unbedingt in den Wäldern fahren wollen. Nachdem ich aber dort ca. 50 cm unberührten Schnee gefahren bin wurden mir die Augen geöffnet und ich lernte das zwiespältige fahren zwischen den Bäumen zu schätzen und hatte unendlich viel spaß dabei. Bis dahin das beste Skigebiet in dem ich je war. Nach den zwei Tagen fuhren wir noch ein Tag in Silver Star, was leider eine große Enttäuschung war, denn dort war nichts mehr von dem pulvrigen powder mehr zu sehen und nur noch vereiste gefühlt 300% steile Buckelpisten. Es war ein schade aber dennoch hatten wir im großen und ganzen einen guten Trip. By the way Hemlok, Mt. Baker und Whistler waren nur Tagestrips also nicht so spannend. Der andere große Trip war einfach unbeschreiblich. In einem gemieteten Auto zog ich mit 4 Iren los, erstes Ziel war erneut Big White wie schon meine ersten zwei Tage dort waren auch die nächsten letzten zwei wunderschön und immernoch bis dahin das beste Schnee erlebnis in meinem Leben.

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Wir dachten es kann einfach nicht besser werden. Doch dann machten wir uns nach dem zweiten Tag auf den weg um nach Revelstoke zu kommen. Revelstoke ist ein kleines Kaff ähnlich groß wie Neipperg und gefühlte 400000 km weg von der Zivilisation alleine dort hin zu kommen ist ein Abenteuer. Jedoch hatten wir Glück, wir erwischen einen der wenigen Tage an denen die Strße offen war um dort hin zu kommen. Von 7 Tage der Woche ist die Straße mindestens 3 Tage nicht befahrbar, entweder wegen umgefallenen Bäumen oder Lawinen auf der Straße oder was sonst noch so aus der kanadischen Wildnis die Straße blockieren kann. Jedenfalls haben wir es geschafft und es hat sich gelohnt, es ist wie wenn man keinen Kuchen kennt als erstes bekommt man einen “Marmorkuchen” (Big White) und man denk “pooooooooar das ist das beste Gebäck der Welt” aber dann kommt jemand zwei Tage später und bringt die perfekte schwarzwälder Kirschrote (Revelstoke).

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Zwei unglaubliche Tage es war für mich das Beste erlebnis auf dem rutschigen Brett unter meinen Füßen, der pulvrigste leichteste unbrerührteste Schnee den ich je gesehen habe. Zum ersten mal wurde mir klar wo und vorallem wie die Profisnowboarder ihre Filme machen. Es ist wirklich schwer das Gefühl zu beschreiben wenn man eine unberührte Piste mit ca. 30 cm pulvrigem Schnee hinunterbraust. Selbst auf der Heimfahrt, ca. 10h, konnten wir nicht aufhören jedes kleine Detail des Berges zu kommentieren.

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Revelstoke an sich ist ein relativ neues Skigebiete es wurde erst vor 5 Jahren geöffnet und wird in naher Zukunft vorraussichtlich das Beste und größte Skigebiet in Canada werden, es hat schon jetzt den größten Höhenunterschied, man kommt von 500 auf ca. 2800 m. Einfach unglaublich.

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Okay genug geschwärmt! Wir liesen die Saison natürlich mit ein paar guten Partys ausklingen und hatten viel Spaß an der Feierei und dem unbeschwerten beisamen sein. Letztendlich ist es irgendwie traurig, dass nun jeder seinen eigenen Weg geht.

Langweilig war es mir aber nicht zu sehr nachdem ich nicht mehr bei Mt. Seymour gearbeitet habe, dann ich konnte ja immernoch die Hollister Menschen ärgern. Eigentlich arbeitetete ich dort fast jeden Tag nachdem ich auf dem Berg nichts mehr zu tun hatte. Es war ein ziemlich gutes Gefühl sehr viel Freizeit zu haben aber trozdem noch ein gutes Gewissen, dass man zumindest irgendwas tut. Zum schluss muss ich auch zugeben hat mir die Arbeit dort sehr viel Spaß gemacht egal wieviel ich über den Laden gelästert habe irgendwie sind mir die Leute dort doch ein wenig ans Herz gewachsen, so war ich heute nach meinem letzten Tag wirklich traurig nicht mehr dort arbeiten zu dürfen. Zu meinem Abschied habe ich den Leuten dort RitterSport, Toblorone und Tofifee gekauft da haben sie sich auch gefreut.

Nun und von jetzt an bin ich offiziell Arbeitslos. Somit kann das Abenteuer beginnen. Ein bisschen hat es auch schon begonnen, letzten Freitag habe ich mir ein Motorrad gemietet und habe mich mit Stephen zu einer Tour verabredet. An dieser Stelle nochmals danke Vater für deine Kreditkarte meine fake Kreditkarte wollte mich kein Motorrad ausleihen lassen.

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Jedenfalls suchte ich mir den wohl besten Tag dafür aus es war wunderschöner Sonnenschein, was für Vancouver nicht gerade normal ist. So trafen wir uns am Kitselano beach und fuhren an der Küste entlang ca. 50 km südlich nach White Rock. Dort genossen wir dann noch ein bisschen den Blick aufs Meer und kehrten dann anschließend auf ein Bier bei Stephen ein. Für Dinner waren wir bei seinem Bruder Joe und seiner Frau eingeladen es gabe lecker Chilli und ein Glas Wein. Je später der Abende wurde je unsicherer fühlte ich mich nach Hause zu fahren und so nahm ich das Angebot an bei Joe im Gästezimmer zu schlafen. Das Motorrad musste sowiso erst am nächsten Tag wieder zurück sein. Abends zeigte uns Joe Bilder von seinem Deutschland Trip, da habe ich mich gefühlt wie ein Tourist, das war ganz witzig. Jedenfalls hat mich dann Stephen am nächsten Tag wieder nach Vancouver begleitet und ich brachte das gute Motorrad, glücklicherweise ohne jegliche Schäden, wieder zur Vermietung zurück. Hier mal ein kleiner Ausblick aus Joes Esszimmer, sowas sehen die wenn die Frühstücken :)

Ach by the way hab ich denen gesagt, dass ich versuchen werde meine Eltern zu animieren mal für ein paar Tage dort hin zu kommen, also könnt ihr schon mal anfangen zu planen wann ihr denn Stephen und Joe sehen wollte Eltern :) Es ist wirklich schön dort ihr werdet es nicht bereuen (und nehmt mich bitte mit dann )p1020208.jpg

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der kleine Garten von der Dachterasse aus.

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und natürlich wie kann es anders sein die zwei deutschen Kutschen vor der Haustüre. Ach und die Verwandschaft wer von meiner Familie es nicht weis ist überigens so Opa Motzs Vater war Bruder zu Stephen und Joes Opa also ganz schön entfernt trozdem sehr nett, dass sie mich dort so freundschafltich empfangen haben.

Nun nur noch kurz zu meinen weiteren Plänen. Ich will von Vancouver am 30. April abhauen wie genau ich das anstell steht bisher noch in den Sternen aber bin gerade guter dinge, dass ich jemand finde bei dem ich mitfahren kann. Über s Wochenende wollen Roman und ich nach Tofino auf Vancouver Island gehen sehr schöne Surfer Stadt anscheinend.

Es wird jetzt wieder regelmäßiger etwas hier drin geben also seit gespannt :)

Dishwasher No. 1

Mittwoch, den 22. Februar 2012

man o man, die Zeit vergeht. Es ist so unglaublich viel passiert in letzter Zeit aber ich fand nie die Zeit davon zu erzählen. Es könnte ein längerer Bericht werden und Bilder gibt es heute auch nicht viele nur ein paar fröhliche Menschen bei unsrer ersten “Hausparty”.

Dishwasher No. 1, das bin ich nun also. Mein Kollege von dem ich schon das ein oder andere mal geschrieben habe wurde urplötzlich von jetzt auf nacher gefeuert. Ich weis nicht genau wie sie Ihn gefeuert haben ob sie Ihm einfach ein mail geschrieben haben oder ob sie angerufen haben (was das angeht ist Mt. Seymour sehr suspekt, ein Junge aus der Kafeteria wurde einfach mal per mail gefeuert). Jedenfalls lautet die Begründung, er war zu laut, hat sich zu oft Beschwert wegen nichts und machte abfällige Wizte über Homosexuelle und Ausländer vor Kunden und Arbeitskollegen. Soweit die offizielle Begründung von meinem Chef. Ich bin noch am rätseln was der wahre Grund war entweder meine geliebte Chefin aus der Schweiz wollte ihn loswerden weil die Beiden sich auf den Tod nicht leiden konnten oder er war einfach zu Teuer. Bradford verdiente 12 $ pro Stunde, was ich persönlich nicht zu viel finde für den Job den er getan hat. Ich vermute es war wie so oft das Geld, dass unseren Chef dazu gezwungen hat den wirklich besten Dishwasher der Welt loszuwerden. Denn als ich von der Geschichte mitbekommen habe bin ich sofort zum Boss gegangen und habe logisch argumentiert, dass ich doch jetzt mehr Geld bekommen müsste, weil ich der Erfahrene bin. Natürlich hat er abgelehnt und sich über die schlechte Saison beschwert und das doch Weihnachten dieses Jahr so schlecht gelaufen sei und überhaupt alles scheise ist. Naja jedenfallst bin ich jetzt Dishwasher No. 1 leider ohne Gehaltserhöhung aber natürlich mit mehr Verantwortung. Vielleicht ist Verantwortung das falsche Wort aber mein Aufgabenfeld hat sich erweitert, denn jetzt bin ich derjenige der den neuen Dishwasher einlernen soll. Offen gesagt gebe ich mir dazu aber nicht sehr viel Mühe weil ich der Meinung bin wenn sie wollen, dass ich jemand anderst Zeige wie ich Geschirrspühle, dann sollen sie mich doch auch gefälligst so bezahlen. Marcel der Gute ist ein Jahr jünger als ich und kommt ursprünglich aus Südamerika lebst aber schon fast sein ganzes Leben hier in Vancouver. Er ist mein neuer Kollege und ehrlich gesagt bin ich sehr unzufrieden damit. Nichts gegen Marcel ich denke er ist ein netter Kerl aber es ist einfach quatsch 6 Wochen vor Saison ende einen erfahrenen Arbeiter gegen einen absoluten Neuling zu ersetzen der mit seinen Aufgaben maßlos überfordert ist. Er ist schlicht und ergreifen zu langsam und zeigt auch nicht wirklich interesse daran schneller zu arbeiten. Prinzipiell ist mir das auch ziemlich egal, denn ich arbeite im normalfall nicht mit Ihm zusammen wenn er arbeitet habe ich frei. Außer an Wochenenden da arbeiten wir zusammen und das ist auch der Grund warum ich so unzufrieden mit Ihm bin. Am Sonntag war vielleicht der Tag mit den meisten Besucher auf dem Berg plus ein Ski und Snowboard Kontest mit großem Line-up. Meine Schicht hat um halb 3 begonnen, als ich so gegen kurz nach zwei auftauchte sah es in unserem Dishwashing Raum aus wie auf dem Schlachtfeld. Marcel begann um halb 11 und mir kam es vor als hätte er in der Zeit ca. zwei Teller gewaschen. Es standen zwei volle Körbe mit dreckigem Geschirr auf dem Boden ca. 10 fettverschmierte Bleche die einzelteile vom Fleischschneider, dreckige Schneidebretter, Muffinförmchen und zu guter letzt noch das Fondu Geschirr von ca. 20 Leuten. Es gibt bei uns drei Waschbecken und alle waren voll bis zur oberen Kante mit irgendwelchem Geschirr. Anfgangs dachte ich noch “Hmm, okay wenigstens sind wir zu zweit, das werden wir schon irgendwie hin bekommen”, das Problem war nur, dass zu der Zeit als ich ankam gerade der Mittagsrush war somit vergrößerte sich der Berg an dreckigen Tellern nur noch. Irgendwann habe ich gesagt er kann nach Hause gehen weil es für mich keinen Unterschied macht ob ich mit Ihm arbeite oder ohne Ihn. Ich bin genau so schnell wenn ich alleine arbeite und habe nicht das Problem, dass mir irgendjemand in mein System pfuscht.

Lange rede kurzer Sinn, ich arbeitet am Sonntag ca. 6 Stunden ohne Pause in einem Tempo das wirlich rekordverdächtig war und hielt meine Motivation mit Hass auf meine Manager aufrecht.

Soviel zum Titel.

Gestern (Montag) hat mich meine allerliebste Chefin Barbara aus der Schweiz mich gebeten die Wände zu Putzen und die Ablagen zu reinigen. Angepisst wie die Sau hab ich es dann sogar provisorisch gemacht. Dabei lief im Hintergrund auf voller Lautstärke K.I.Z. dementsrpchend verduzt hat sie geschaut als es aus den Lautsprchern “…du HURENSOHN …” dröhnte. Finde ich aber völlig OK und vielleicht hat sie es auch als leisen Protest angesehen.

Die Schneeverhältnisse waren in letzter Zeit sehr, sehr schlecht so gut wie kein Neuschnee und milde Frühlingstemeraturen. War aber nicht ganz so schlimm, da ich in letzter Zeit sehr viel gearbeitet habe ich glaube wenn ich so recht überlege hatte ich in den letzten 20 Tage kein einzigen freien Tag. Hollister spannt mich gerade auch ganz schön ein. Ist jedoch etwas nervig, da ich nie genau weis ob ich bei Hollister arbeiten muss oder nicht, scheis Call-In schichten.  Das bringt meine Tagesplanung an den freien Tagen etwas durcheinander.

Hollister ist so ein verdammter spieser Laden von ausen sieht es aus wie ein cooler surfer Laden in dem man eine gute, chillige Atomosphäre erwartet aber wie die mit Ihren Mitarbeitern umgehen ist schon fast menschen verachtend. Es geht nur darum was du leistest während deiner Arbeitszeit und du wirst jedes mal erneut auf die Probe gestellt wenn du nicht “in-time” bist dann bekommst du ne Abmahnung, nach 3 Abmahnungen fliegst du raus. Besonders krass ist es wenn man eine so genannte “shipment shift” bekommt. Prinzipiell muss man nur die neuen Kleider auspacken, Sensoren hinmachen und dann zusammenlegen. Hört sich ganz einfach an und ist auch kein Hexenwerk. Die naiven Manger von Hollister jedoch nehmen die Anzahl der Teile in einer Box multiplizieren sie mit einem Faktor und errechnen somit die Minutenzahl wie lang man für die Kiste brauchen darf. Naiv ist das deshalb weil sie damit davon ausgehen, dass jedes Teil genau die Gleiche Zeit braucht um bearbeitet zu werden, das ist natürlich totaler quatsch. Jedenfalls wenn man eine vierstunden “shipment-shift” hat beokmmt man Boxen für genau 240 Minuten, das heist die wissen genau wie lange du brauchen darfst. Ich hatte meine erste Schicht letzte Woche und ich musste eine Stunde länger bleiben und mir wurde sogar noch geholfen. Es ist einfach nur krank berechnet ich hatte eine Kiste mit ca. 50 sachen drin und auf der stand 25 Minuten, das mach nach Adam Riese 30 sek. für ein Stück. In 30 sek musst du das Teil auspacken, das amerikansiche Preiszettelchen abtrennen, den Sensor anheften und das Teil dann wieder sauber zusammenlegen und nach größe und Style sortieren. Einfach behindert die Menschen dort. Es soll aber doch Leute geben die es in der Zeit schaffen können. Ich habe jetzt auch mitbekommen wenn man nicht in der vorgesehenen Zeit fertig wird beokmmt man auch eine Abmahnung, bei mir haben sie jedoch eine Ausnahme gemacht, da es meine erste Schicht war. Somit neigt sich meine Karriere bei Hollister wohl oder übel dem Ende zu, sollte ich drei “shipment-shifts” bekommen bin ich quasi gefeuert. Ist aber nich weiter schlimm.

Gerade bin ich sehr damit beschäft zu planen was ich nach der Saison mach bzw. wo ich noch Snowboardfahren will. Ich spiele mit dem Gedanken einen mehrtägigen Trip nach Big White oder Sun-Peaks zu machen, das wäre dann endlich mach wieder richtig Snowboard fahren und nicht immer nur ein paar Studen vor oder nach der Arbeit. Außerdem will ich jetzt unbeding in die Staaten gehen und einkaufen. Ich spiele mit dem Gedanken mir ein Motorrad zu mieten und selber runter zu fahren, allerdings würde das die Kosten unnötiger weise in die Höhe treiben, aber es wäre ein riesen Spaß. Außerdem muss ich mir gerade auch ein paar Gedanken zu meiner Handballkarriere machen, es ist jedoch sehr schwer einzuschätzen wo ich nächste Saison mithalten kann, da ich schon seit ca. 3 Monaten kein Ball mehr in der Hand hatte.

Puhh jetzt ist mir alles entfallen was ich noch erzählen wollte. Verdammt. Ich werde versuchen mich zu erinnern und dann kommt vielleicht schon Morgen ein neuer Bericht.

Hier die Bilder von unsrer ersten ungeplanten Hausparty.

FOUR Loko ist das abartigste Getränk auf der ganzen Erde aber es mach dich zum lustigsten Mensch auf der Welt.

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Umzug

Sonntag, den 5. Februar 2012

finally we mad it. Ich schreib jetzt quasi von meinem neuen Bett aus. Wir haben es geschafft und sind umgezogen. Weg von der alten Frau die nicht kochen kann, hin zu einem unmöblierten Appartment mit viel platz für improvisation. Betten haben wir und auch die Küche ist soweit ganz gut ausgesattet, dafür muss ich mich recht herzlich beim 1 Dollar Laden bedanken, der hat uns ein halbes Vermögen gespart. Ich hab dort Salz und Pfeffer für zusammen 1,5 $ gekauft, beim Safeway würde alleine das Salz schon 10 $ kosten. Wir können zwar kein riesen Dinner machen, da wir glaub ich nur 3 teller haben, aber für uns reicht es zum anfang auf jeden fall übrig aus.

Es war allerdings ein langer weg. Wie gesagt wir waren am Montag auf Mt. Baker in den USA um Georges Geburtstag zu feiern. Es war traumhaft dort. Der Schnee war zwar nicht der gewohnte leichte Powder aber der Berg an sich ist der Wahnsinn. Verglichen zu Whistler ist es zwar immernoch klein aber jeder kann dort an seine Grenzen gehen egale wie lange man schon fährt. Den Liftpass dort haben wir für 23 $ bekommen also ca. 4 mal weniger als ein Tagespass in Whistler, das lohnt sich wirklich. Nicht nur der Liftpass war ein Schnäpchen auch das Essen dort gibt es quasi umsonst. Ich hatte ein gut gefüllten Teller Chilli mit Zwiebeln, Sour Cream und Brot für 6 $, in Kanada würde der so ca. das doppelte kosten. Ach und ein Bier auf der Hütte 3,5, dafür bekommt man auf Mt. Seymour noch nicht mal eine Cola. Problem mit dem Bier war nur, dass ich da ja kein Bier trinken darf weil ich noch nicht 21 bin. Scheise, da hab ich mich gefühlt wie 15, ich musste jemand anders schicken um mir ein Bier zu kaufen, komisches Gefühl.

Aber ein bisschen verrückt sind die Amerikaner dennoch. An der Grenze werden dir erstmal gefühlt 3 millionen Fragen gestellt. Ob deine Großeltern mütterlicher seits terroristische aktivitäten verfolgen oder irgendwann mal illegal in die USA eingewandert sind oder ob du irgendwelche hochgefährlichen Substanzen mit dir führst die du zu einem Terroranschlag benutzen könntest. Zur sicherheit nehemen sie dir dann aber auch jeden Fingerabdruck ab und noch ein Wisch mit all deinen persönlichen Daten, der ganze Spaß kostet dann auch noch 6 $ pro Person.

Ganz im Gegensatz zu den kandischen Grenz Heinis, als wir von den Staaten wieder nach Kanada zurück gefahren sind frage die freunliche Dame nur was wir gemacht haben und was wir in Kanada treiben ein Gespräch von nicht einmal 2 min. Zwei weitere Minuten gehen dann noch drauf für die Kontrolle der Pässe und dann ist man durch. Es war auch nur ein lächerliches Bild gemacht. Während bei der Einreise in die USA mindestens 10 Bilder von deinem Auto und von dir selbst gemacht werden. Verrücktes Land.

Zu Mt. Backer bin ich mit meiner Chefin (Paula) gefahren. Paula ist Irin und eine sehr witzige persönlichkeit. Es war sehr früh am morgen von dem her war die Fahrt nicht sehr aufregend. Auf der Rückfahrt jedoch bin ich mit 4 anderen Iren in einem Auto gesessen. Alter, 4 Iren in einem Auto da hast du den ganzen Weg Unterhaltung. Es war großartig, selbst wenn ich nicht alles verstanden habe was die da immer erzählt haben aber gelacht hab ich so viel das war unglaublich.  Die haben in den 3 h fahrt mehr scheise gelabert als ich in meinem ganzen Leben. Ehrlich es war Weltklasse.

Danach sind wir noch zu George gegangen um sein Geburtstag ausklingen zu lassen. George wohnte zu dieser Zeit mit seiner Freundin Hannah, Paula und noch ein paar anderen Kaoten in einem riesen großen Haus. Inklusive Hot Top und Swiming Pool. Zu dieser Jahreszeit war für uns mehr das Hot Top als der Pool intressant. Geplant war eigentlich, dass wir noch in den Cellar gehen, ein Club in Downtown in dem jeder Mitarbeiter von Mt. Seymour Montags freien Eintritt bekommt. Als George dann aber im Bett war wurde der Plan schleunigst verworfen und die Zeit im Hot Top etwas ausgedehnt. Ich saß dort min. 2 Stunden drin. Es war herrlich. Problem war nur, dass es im Endeffekt etwas zu lange ging.

Der nächste Tag war Dienstag der 31. der Tag an dem wir ausziehen mussten. Roman musste früh arbeiten und war deswegen auch nicht bei der Hot Top Session dabei. Ich bin um 5 nach Hause gekommen hab mich für 2h aufs Ohr gehauen bin um 7 aus dem Bett gekullert und hab angefangen meine Sachen zu packen. Unten seht ihr ein Bild wie es aussah als ich all meine Schränke ausgeräumt und meine Klamotten zusammen gelagt hatte. Als ich in Kanada angekommen bin hatte ich mein Koffer, Rucksack und meine Snowboardtasche. Diesmal hab ich miene Snowboardtasche mit Klamotten gefüllt und das Snowboard so genommen und trozdem hatte ich noch 2 extra Taschen mit irgendwelchem Zeug voll. Echt krass wie sich mein Gepäck vermehrt hat :)

Lange Rede kurzer Sinn, wir haben dann alles in das Auto von unserem “ex” Zimmerkollegen gemschissen der mich dann mit all dem Gepäck zu unsrer neuen Wohnung gebracht hat. Dort haben wir das Zeug abgeladen kurz noch ein paar kleinigkeiten mit den Hausbesitzern geklärt und dann bin ich auch schon los zur arbeit gegangen. Arbeiten war zum Glück physisch nicht sehr anstrengend, da nicht viel los war, dennoch muss man erstmal 10 h nichtstun überleben. Als ich dann zurück zum neuen Zuhause gekommen bin hat Roman schon unsre Betten aufgebaut und somit konnte ich nach dem Duschen direkt in die Kiste springen und meine erste Nacht im eigenen Appartment geniesen.

Es ist echt hammer sein eigenes Appartment zu haben, man kan tun und lassen was man will. Genau so wie man es sich vorstellt. Ich bin Begeistert.

Soviel mal zum Umzug. Diese Woche habe ich auch wieder bei Hollister gearbeitet, ich glaub die mögen mich jetzt mitlerweile, weil jetzt haben sie mich mal richtig eingelernt, sodass ich mehr Schichten bekomm. Es macht auch um ehrlich zu sein ziemlich Spaß. Nicht das die Arbeit besonders cool wäre aber als Abwechslung zum Tellerspühlen reicht das vollkommen.

So und jetzt kommts, wer schon voreillig war und zu den Bildern runtergescrollt ist der weis was ich mein. Ich hab heute Käßspätzle gemacht. Es war ein heiden aufwand, aber es hat sich sowas von gelohnt. Ich glaub ich bin auch nicht ganz untalentiert im Spätzchen schaben, wenn ich das noch etwas öfter mach dann brauch ich vielleicht nie mehr eine Presse :). Was mir allerdings gefeht hat waren Schüsseln, Ich hab den Teig in einer Müslischüssel zusammengerührt (natürlich von Hand) und die Fertigen Spätzle gleich auf ein Teller getan. Ich hoffe wir bekommen ein paar billige Schüsseln im geliebten 1$ Laden. Ansonstesn muss ich mal vom Geschäft welche entführen.

Die Bilder Heute sind wild durcheinander. Das Bild mit den Bäumen an den Seiten zeigt den Einstieg zum besten Run auf Mt. Seymour. Unicorn ist die längste Piste und hat alles was das Boarder Herz begehert. Das erste ist unser altes Haus. Rechts oben an der Fensterfron war mein Zimmer.p1010864.jpgp1010877.jpgp1010897.jpgp1010899.jpgp1010900.jpg

First Chair, Hemlock, Baker und Umziehen

Montag, den 30. Januar 2012

Puh heute gibts keine Bilder aber dafür einige Neuigkeiten. Wenn ihr euch den Titel anschaut versteht ihr vermutlich nur das letzte Wort, dass ist aber auch nicht weiter schlimm.

Umziehen da gibt es nicht viel falsch zu verstehen. Roman und ich haben ein zwei Zimmer Appartment in north Burnaby gefunden. Burnaby ist der östliche Teil von Vancouver indem es viele schöne Häuser gibt. Die Umgebung dort ist ganz gut, da man nicht weit vom Zentrum entfernt ist aber dennoch weit genug um seine Ruhe zu haben. Gefunden haben wir das Appartment auf craigslist.ca, dort findet man aber auch wirklich alles. Das Problem mit dem Appartment ist, dass es prinzipiell unmöbliert ist. Allerdings haben uns die Vermieter angeboten zwei Betten und das nötigste zum leben bereit zu stellen. Somit werden wir in nächster Zeit damit beschäftigt sein unsre neuen viere Wände bewhonbar zu machen. Ich glaube, dass kann ganz lustig werden. Ich freu mich auch schon ziemlich dort einzuziehen, weil offen gesagt ist es das erste Mal, dass ich mein eigenes Zuhause habe. Nicht, dass ich die letzten 20 Jahre nicht genossen habe aber so ganz alleine zu wohnen hat hoff ich doch was für sich. Die Miete liegt insgesamt bei 1100 $, das ist für Vancouver und die größe eine überschaubare Summe. Darin enthalten ist auch Internet, Wasser, Strom und Wäsche, somit bezahlt jeder von uns 550 $. Die Vermieter sind ein Ehepaar, der Mann kommt ursprünglich aus Deutschland spricht aber nur noch gebrochenes deutsch und die Frau kommt dem anschein nach irgendwo aus Asien, scheinen ganz Nett zu sein. Sie sind schon etwas älter ich würde sagen der Mann mitte 60 und die Frau zwischen 50 und 60 und vermieten das Appartment eigentlich nur für mindestens ein Jahr. Als der Mann aber hörte, dass wir deutsch sind meinte er nur “Wenn die sagen sie passen darauf auf und sie wollen es wirklich, dann machen die das auch”, somit können wir dort jetzt für die restliche Wintersaison und eventuell darüber hinaus leben. Einen kleine Haken an der Sache gibt es jedoch, heute ist der 29.01 bzw. in 20 min der 30.01. und unsre aktuelle Vermieterin weis noch nichts von ihren Glück, dass sie nächsten Monat zwei freie Zimmer hat. Bereuen kann ich das jedoch nicht so sehr, denn erstens haben wir mit ihr kein Mietvertrag und somit keine Kaution und zweitens wussten wir ja bis heute morgen auch noch nichts davon, dass wir Umziehen. Mein Gewissen belastet mich daher nur wenig, es ist vielleicht nicht die netteste Art unsere aktelle Bleibe zu verlassen aber vielleicht denk sie dadurch darüber nach was sie in Zukunft besser machen könnte um den Gästen einen guten Aufenthalt zu bieten. Vielleicht ändert sich durch unser plötzliches Ausziehen ihre Sichtweise in sachen Reinigung, Hygiene und Essenzubereitung. Who knows.

Nun zu dem Rest des Titels. Meine letzten Tage waren auserordentlich gelungen würde ich sagen. Am Donnerstag, mein freier Tag, bin ich um halb 7 aus dem Bett gekrochen, gefrühstückt und bin dann sofort mit unserem Zimmerkollegen auf den Berg gefahren. Wir waren sogar so früh dort, dass wir warten mussten bis der Lift auf macht. Verrückt war das. Und nach 4 Tagen und Nächten Schneefall und schlechter sicht war an diesem Donnerstag klarer Sonnenschein und herrlich unpräparierte Pisten. Untouched Powder sozusagen. Es war einfach nur krass. Um 2 hätte ich eigentlich bei Hollister arbeiten müssen aber als die mir dann abgesagt haben blieb ich bis um 4 auf den Pisten von Mount Seymour. Es war der erste Tag in der Saison an dem ich ohne Protektoren gefahren bin und als hätte ich es geahnt hatte ich ein paar sehr schmerzhafte Stürze. Die Protektoren waren schon zuhause, weil wir am Freitag nach Hemlok gefahren sind und ich nicht all mein Zeug auf einmal mit runter schleifen wollte. Ja wie gesagt Freitag sind wir zu 4. (drei deutsche und ein kanadiere) nach Hemlock gefahren. Hemlock ist ein kleineres Skigebiet, welches bekannt für den besten Powder in ganz BC, ist. Es war auch super gut dort. Die haben zwar nur 3 Sessellifte aber dennoch ca. 20 Abfahren. Das beste daran ist, dass wir als Mitarbeiter von Mount Seymour den Liftpass dort gratis bekommen. Somit mussten wir nur die  Miete für das Auto, den Sprit und natürlich das Essen bezahlen. Ein gelungener freier Tag also.

Baker ist nun das letzte Mysterium und offen gesagt ich kann auch noch nicht sehr viel dazu erzählen weil ich noch nicht da war. Morgen (Montag) werden wir mit 3 Autos in die USA zum Mount Baker fahren um den Geburtstag von George zu feiern. George ist ein Lifty, dessen Freundin als Bedienung bei uns arbeitet. Es wird denke ich ein riesen Spaß zumal wir auch dort 50 % Rabatt auf den Liftpass bekommen und das Essen und Drinken ist dort um einiges Billiger. Wir werden sehen ich freue mich schon riesig.

Es könnte jedoch etwas stressig werden, da wir danach noch unsere Sachen packen müssen weil wir ja am Dienstag umziehen. Ich hoffe wir bekommen das irgendwie hin.

Da fällt mir gerade ein es gibt sogar neue Bilder aber ich bin jetzt wirklich nicht in der Stimmung noch meine Kamera zu holen, die Bilder zu komprimieren und hochzuladen ich verspreche euch aber demnächst wird es ein ganzen Haufen an Bildern geben.

Drückt die Daumen für usneren Umzug, dass alles glatt läuft.

Ohne Worte

Donnerstag, den 26. Januar 2012

Egal was in meinem Pass steht, wenn ich so zum kanadischen Immigrationsbüro gehen würde gäben die mir ohne weitere Fragen die kanadische Staatsbürgerschafts.

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totally bitchin’ bro !

Dienstag, den 24. Januar 2012

so jetzt gehts wieder los. Endlich hab ich mal daran gedacht meine Kamera mit auf die Arbeit zu nehmen um ein paar Schnapschüsse zu machen. Diese will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Wer also in eile ist einfach runterscrollen und Bilder anschaun, die sagen mehr als der ganze Text hier. Für alle die, die trozdem weiterlesen, coole sache, das freut mich.

Geändert hat sich an meiner Situation gerade nichts. Ich arbeite immernoch als Tellerwäscher und wohne immernoch bei unsrer “Puffmuddi”. Roman und ich suchen gerade jedoch eine neue Wohnung für uns zwei. Wir haben es satt immer das bescheidene Essen der guten Vermieterin in dem verdreckten Haus zu essen. Hoffentlich finden wir eine gemütliche zwei Zimmerwohnung für einen anständigen Preis. Eigentlich ein geiles gefühl wenn man einfach seine Sachen in zwei Taschen packt und dann umziehen kann. Das erspart lästiges Waschmaschinentragen. Unsre Suche war bisher noch nicht von erfolg geprägt, allerdings muss man auch zugeben wir haben sie bis vor zwei stunden nicht intensiv betrieben.

Was sich geändert hat ist das Wetter. Zum guten zum glück und mit Gut meine ich natürlich nicht warm sondern kalt. Kalt und Schnee davon sind die letzen paar Tage auf dem Berg und hoffentlich auch die kommenden geprägt. Heut morgen bin ich extra 2 Stunden früher aufgestanden um bei furchtbarer Sicht im frischen Powder zu fahren. Es war traumhaft obwhol ich meine Hand vor Augen nur umrissweise erkennen konnte. Adam ein Koch meinte dann aber “ja du musch halt im Wald fahre da kommt der Nebel ned nei un außerdem kansch dich an d Bäumen orientire”, hört sich komisch an aber ich glaube er hat recht. Ich werde das morgen mal ausprobieren.  Am Wochenende hab ich auch meine erste erfahrung mit der wohlbekannten Musikrichtung Drum & Base oder vielleicht war es auch Dup Step gemacht. Es war laut, kein gesang und viel Bum Bum. War aber echt ganz gut. Das Konzert auf dem wir waren war von Excision, wer lust hat kanns mal in youtube eingeben dann weis man sofort was abgeht. Dazu muss man einfach nur wild rumspringen und versuchen dabei cool auszusehen. Es war wirklich ein guter Abend auch wenn ich ca. 1,5 stunden nach der Show immer noch nichts gehört habe weil die Musik so unglaublich laut war. Mein ganzer Körper hat vibriert als da Bass kam.

Zum Titel des heutigen Textes sollte ich vielleich auch noch ein Satz sagen. Gestern bin ich mit meiner Chefin heimgefahren und wir haben im Auto über irgendwas gequatscht. Keine Ahnung um was es ging auf jeden fall hab ich dann gesagt “totally awesome” und dann meint sie nur so “boaar, ich kann des wort nimmer höre, jeder sagt die ganze zeit nur awesome”. Dann hab ich heut bei unsrer spannenden Montagsarbeit die Disskussion losgetreten was es denn für synonyme für awesome gibt. Dabei ist neben ziemlich viel dummem gelaber auch “totally bitchin’ bro !” rausgekommen. Es soll denke ich soviel wie “totally awesome” bedeuten allerdings in krassem Slang und sehr veraltet. Ziemlich intressant wie ich finde.

Menschenskinder beim schreiben vergess ich immer voll und ganz was ich eigntlich erzählen will. Auf jeden fall seit es schneit geht es auf der Arbeit nur noch darum zu fragen wann wer snowboardfahren geht und wann jemand mal zum Mt. Baker (ein scheinbar sau cooler Berg in den USA) oder gar nach Whistler fährt. Für diese Woche steht für mich wies aussieht Whistler auf dem Plan. 40 cm Powder BABY. Das wird ein Traum ich freu mich riesig. Wir fahren wahrscheinlich mit unserem Zimmerkollgen hoch und verbringen dort dann ein Tag. Das Problem bei den ganzen Trips ist wie so oft das nötige Kleingeld.  Seit ich kanadisches Geld verdiene ist es ziemlich ernüchternd zu sehen wie schnell es wieder weg geht. Ich bin nur froh, dass ich so gut wie keine Verpflegung bezahlen muss sonst würde ich arm werden.

Letzes Wochenende war verrückt. Ich weis nicht was hier los ist aber sobald die Menschen Schnee sehen werden sie Behindert. Es waren gefühlte 30000000000000 Leute auf dem Berg. Alleine das Hochfahren muss eine kathastrophe gewesen sein. Geschweige denn das ewige anstehen an den überfüllten Liften. Dazu kam dann noch, dass die Spühlmaschine für die Gläser ausgefallen ist. Somit hatte ich wahrscheinlich die schlimmsten zwei Arbeitstage meines Lebens.  So unglaublich viele Teller hab ich in meim ganzen Leben noch nicht gewaschen wie anden den zwei Tagen. Es war verrückt. Generell ist meine arbeit wie schon mehrfach erwähnt ziemlich einfach. Ich finde es auch nicht schlimm Tellerwäscher zu sein aber es sind einfach viele Aufgaben für die ich verantwortlich bin. Normalerweise ist es kein Problem die Kartonagen zu entsorgen, Getränke aufzufüllen und den Boden zu wischen, denn im normalfall findet sich immer jemand dem es langweilig ist und der mir automatisch Hilft. Doch wenn was los ist, dann gibt es mehr Geschirr, mehr Kartonagen und mehr Getränke, gleichzeitig aber weniger Leute die Zeit haben mir zu helfen. Da platzt einem schon so manchmal der Kragen. Das Problem, das ich mit meinem Job habe ist, dass mir jeder Arbeit geben kann ich aber keine Arbeit abschieben kann, dass heist wenn jemand etwas braucht kann er immer zu mir kommen und mich um Hilfe bitten, im gegenzug sind aber nur die wenigsten Bereit mir zu helfen oder mir Arbeit abzunehmen. Immerhin seh ich jetzt einen Sinn darin 13 Jahre auf der Schulbank gesessen zu haben.

Ach und noch was. Uns wurde versprochen, dass wir einen neue Geschirrspühlmaschine im Januar bekommen. Brad (mein Kollege) und ich wir wissen aber beide, dass die Maschine diese Saison nicht mehr kommen wird. Also bin ich zu mienem Chef gegangen und hab gesagt “vergiss doch die doofe neue Mschine, spar dir des Geld und gib mir lieber zwei doller mehr pro Stunde”, des ergibt doch Sinn oder ? Mein Sou Chef hat die konversation allerdings gehört und hat sich sofort gekugelt vor lachen, dann kam die ganze Sache nicht mehr so ernst rüber, somit bin ich immernoch bei meinem popligen Stundenlohn.

Zu den Bildern.  Das erste Zeigt Mike (ein Koch) bei seiner “arbeit. Es ist sozusagen der Servirtisch aufdem die Köche das Essen platzieren und es dann warten muss bis es von den Bedienungen abgeholt und zu den Kunden gebracht wird. Das zweite Bild zeigt die Küche der Kafeteria in der man Essen auf Plastiktellern bekommt. Auf dem nächsten sieht man die unwiederstehliche Speisekarte der Kafeteria, erinnert ein wenig an Mc Donald. Das vierte Zeigt den Essensraum der Kafeteria. Das danach zeigt meinen Arbeitsplatz, noch ziemlich sauber. Zu guter letzt verzeit mir ich konnte nicht wiederstehen mein Frühstück von heute Morgen.

Gott ach gott da fällt mir noch was ein. Morgen ist es so weit ich werde zum richten Kanadier eingeeicht bzw. ich tu es einfach selber. Ich hole meine gekaufte Flanell Jack im Laden ab. Die gabs nicht in meiner größe und wurde nachbestellt, jetzt ist sie aber da und somit bin ich nun schlussendlich doch ein richtiger Kanadier. Da freu ich mich schon.

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Dudee, what up ?!

Mittwoch, den 11. Januar 2012

Das ist gerade mein :ieblingssatz. Heute will ich mal ein wenig ausführlicher von meinem Arbeitsplatz erzählen.

die letzten zwei Tage, bzw. Nächte habe ich im Narrows Pub verbracht. Eine, wie ich finde sehr gute Kneipe in der sehr glungene Musik läuft. Guter alter amerikanischer Hip Hop gemixt mit aktuellen Chart Hits. Begonnen hat alles ziemlich unverhofft, mit der Idee am sonntag Abend nach getaner Arbeit noch auf ein oder zwei Bier auszugehn. Da das Raven Pub an dem Abend geschlossene Gesellschaft hatte, blieb uns nur noch das Narrows Pub übrig. Es war auch nicht die schlechteste Wahl, denn immerhin gab es Bier für 3 $. Wobei ich zugeben muss, dass das Lidl Bier aus den Plastikflaschen im gegensatz zu dem 3 $ Bier aus Kanada ein Segen ist. Ich weis nicht was die Leute hier falsch machen aber Bierbrauen solten sie noch gewaltig üben oder den Leuten überlassen die es können. Aus den ein zwei Bier wurden dann auch mal wieder 3 oder 4, da wir unverhoffter weise einige Leute vom Seymour getroffen haben. Nun ja wie das hier halt so ist wurden wir zwischen 12 und 1 Uhr höflich gebeten die Bar doch bitte zu verlassen und so verlagerten wir die feuchtfröhliche Feier in das Haus einer Arbeitskollegin und deren Freund. Von dort aus bin ich dann mit dem Taxi richtung nach Hause gefahren wobei ich jetzt rausgefunden habe, dass es zu Fuß garnicht weit weg von meinem Zuhause ist. Am nächsten Tag musste ich um 12 anfangen zu arbeiten, das war ganz in Ordnung so hatte ich wenigstens ein bisschen schlaf. Montags ist immer ein sehr ruhiger Tag auf dem Berg, da verbringt man die meiste Zeit damit die Zeit tot zu schlagen. Um 6 Uhr jedoch beginnt die Ladys Night, das heißt soviel wie, dass Mädels umsonst Snowboard fahren dürfen und dann gehts auf einmal ab. Da sitzt von einem schlaf auf den anderen wieder das ganze Café voll und bestellt Essen. Dabei ist unsere Chefin auf die Idee gekommen abends noch auf ein Bier auszugehen und wenn die Chefin das schon mal vorschlägt, dann ist das für den Mitarbeiter ja nicht wirklich eine Frage ob man will oder nicht sondern eher ein Befehl mitzukommen. Also gingen wir nach der Ladys Nigth, wieder auf ein Bier ins Narrwos, diesmal mit fast allen Leuten aus der Küche. Irgendwie ein komisches Gefühlt mit den eigenen Chefs auszugehen. Auf jeden fall fingen dann die zwei Kroaten an Schnaps zu bestellen und haben damit auch nicht mehr so schnell aufeghört. Geendet hat der Abend damit, dass ich um 5 Uhr morgens nach Hause gekommen bin und am nächsten Tag sprich heute wieder um 12 arbeiten musste. Ein Trost war, dass ich nicht so viel getrunken habe so bin ich ganz gut aus den Federn gekommen. Dennoch bin ich jetzt ziemlich Müde. Unglücklicherweise muss ich auch morgen wieder um 12 Uhr arbeiten und als obs nicht schon genug wäre ist morgen Abend auch noch die After Christmas Party vom Seymour und ratet mal wo, richtig im Narrwos. Ich hoffe danach ist erstmal gut mit eckligem 3 $ Bier und unerträglich teuren Taxifahrten.

Naja zurück zum Thema von dem ich eigentlich erzählen wollte: Mein Arbeitsplatz. Also im grunde genommen ist meine Arbeit ganz einfach, alles Geschirr, dass in der Küche anfällt muss ich sauber machen. Nun muss man sich Mount Seymour vorstellen als gäbe es zwei unabhängige “Restaurants” zum einen das Rock Chute Café und zum anderen die Kantiene. Man bekommt im Rock Chute alles was man auch in der Kantine bekommt allerdings nicht anderserum. Die Kantine ist ein Selbstbedienungsstraße auf der man sein Essen bestellet und dann im Aufenthaltsraum zu sich nimmt. Prinzipiell wie eine normale Kantine in Deutschland. Das Rock Chute Café ist mehr ein Restaurant in dem man sein Gericht immer frisch zubereitet auf porzellan Tellern bekommt. Natürlich wird man dort auch bedient und es gibt auch eine Bar. Mein Arbeitsraum ist genau zwischen Kantine und Café und ich muss mich auch um beides kümmern. Das bedeutet wenn die in der Kantine Beispielsweise Suppe warm machen bringen die danach den Topf zu mir und ich muss den Spühlen. Im Café stellen die Bedienungen die benutzen Teller in eine Box und ich muss die Box holen, die Teller waschen und wieder zurückbringen. Wie gesagt ziemlich einfach der Job. Meistens ist es auch sehr ruhig und ich habe genug Zeit für alles. Stressig wird es nur wenn die Kantine schließt meistens so gegen 5. Dann nehmen die faulen Köche einfach alles und schmeisen es bei mir rein. Vorteil daran ist aber, dass wen die Kantine gescholossen ist ich mich nur noch ums Geschirr kümmern. Neben Geschirr spühlen muss ich auch noch Kartonagen nach draußen bringen, recyclen und den Boden sauber machen.  Alles ziemlich primitive arbeit.

Das problem an der ganzen Sache ist, dass ich meistens kein heißes Wasser habe und die Spühlmaschine wirklich überhaupt nichts taugt. Wie meine Mama schon richtig erkannt hat kann man ohne heißes Wasser kein fettiges Geschirr sauber machen, da die kanadier aber fettiges Zeug lieben muss ich öfters mal was stehen lassen und warten bis es wieder Warmwasser gibt. Dasselbe Problem habe ich natürlich auch mit getrockneter Schokolade in den Fondu Schüsseln. Die Spühlmaschine ist groß, laut und verbraucht ne ganze Menge Wasser. Bringen tut sie aber überhaupt nicht. Die Teller müssen bedauerlicherweiße schon sauber sein sobald sie in die Spühlmaschine kommen, was mein job leider etwas erschwert. Also mal ehrlich die schafft es noch nicht einmal ein Salatblatt von einem Teller runterzuspühlen ich weis nicht was die da falsch konstruiert haben. Nur ein kleiner Trost ist, dass unser Küchenchef mir prophezeit, dass es im Januar noch eine neue Spühlmaschine geben soll, doch selbst die beste Maschine kann ohne warmes Wasser kein Geschirr richtig sauber machen.

Nachdem das Geschirr dann in der Spühlmaschine war muss ich es nur noch die paar Stufen hoch in das Roch Chute Café tragen und dann bin ich schon quasi fertig.

Soviel mal zu meiner arbeit als Dishwasher. Ich versuch jetzt mich mal wieder öfter auf mein Hosenboden zu setzen und euch einen kleinen Text zu schreiben.

Übrigens auch danke für all die Glückwünsche zum Geburtstag und auf diesem wege auch noch gleich ein frohes neues Jahr 2012.

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Weihnachten

Donnerstag, den 29. Dezember 2011

da bin ich wieder. Danke Vater, dass du mich daran erinnert hast mal wieder hier rein zu schreiben. Ich freue mich wenn es euch wirklich intressiert wie es mir geht.

Erstmal will ich natürlich von Weihnachten erzählen. Wir haben Heiligabend zusammen mit meiner lieben Schwester Sara und ihrem Freund Patrick in Whistler verbracht. Jeder der jetzt denkt “Wohhoo, Whister hab ich doch schon mal irgendwo gehört,.. “, ja es ist genau das Whistler, in dem die ganzen Pro rider ihre Videos drehen. Es ist echt ein krasses Skigebiet. Ich meine nicht zu vergleichen mit den Heimischen, aber für kanadische Verhältnisse echt eine Attraktion. Wenn ich sage nicht zu vergleichen mit europäischen Skigebieten, dann mein ich das mehr im Sinne des Aprés Skis, denn das gibt es hier irgendwie überhaupt nicht. Keine urigen Hütten in denen ein angetrunkener B Promi ins Mikrofon schreit und die Gäste vor ihrem Glas Schnaps und dem kühlen Hefe Weizen schwankend mitgrölen. Zur Entschuldigung muss ich sagen, es war der heilige Abend, da wäre selbst in St. Anton nicht jeder die halbe Nacht unter dem Schirm gesessen.

Zum Skigebiet selbst kann ich nur sagen, es ist riesig. Man kann es sich vielleicht so vorstellen: man nimmt zwei durchschnittliche östereichische Skigebiete sagen wir mal Stubaigletscher und Kaunertal Gletscher, verbindet die durch eine “Peak2Peak” Gondel und zack man erhält ein zweites Whistler. Präpariert man dann noch etwas mehr Pisten und baut einen riesen Park dann würde sich Whistler nur noch um ein paar Kleinigkeiten zum Beispiel die Sprache unterscheiden.

Das Wetter, muss ich allerdings gestehen, ist nicht gerade das yellow from the egg. Es war sehr neblig und etwas zu warm, dadurch war der frisch gefallene powder nicht so wie er sein sollte und durch die schlechte Sicht und die anderen schneebegeisterten Menschen auf den Pisten war es kein traumhafter Tag. Doch um ehrlich zu sein, Whistler alleine ist schon Attraktion genug und man kann ja auch nicht immer alles haben. Witzigerweise sind die Lifte in Whistler alle von der europäischen Frima Doppelmayr mit Hauptsitz in der Schweiz und Östereich. Ich glaube aber, dass sie sich hier keine neuen leisten konnten und somit einfach alte ausgemusterte Modelle billig importiert haben und diese dann aufgestellt haben.

Nichtsdestotrotz haben wir sowohl jede Bergauf und auch jede Bergabfahrt heil überstanden und konnten uns danach unserem wohlverdientem Weihnachtsessen hingeben. Die Stadt Whistler Village in der das Appartment von Sara und Patrick war, ist wirklich atemberaubend. Es ist wirklich wie im Film. Jede noch so kleine Pflanze wir mit Lichterketten, die natürlich in 6 verschiedenen Farben leuchten, dekoriert. Ich schätze mal, der Stromverbrauch für die Beleuchtung von Whistler in einer Nacht vor Weihnachten überschreitet den Jahresverbrauch einer durchschnittlichen deutschen Familie. Es ist schon fast zu schön um war zu sein, man sieht keine Obdachlosen, keine verkommenen Häuser und noch nicht einmal unfreundliche Nachbarn.

Okay jetzt zu den wichtigen Dingen: das Essen. Wir haben uns im Laden, der gleich um die Ecke war, vier schöne Steaks gekauft. Zur Vorspeise gab es Pasta mit einer Pilzrahmsauce, danach  die vier saftig gebratenen Rindersteaks mit Salat und Brot. Der Nachtisch bestand aus einem gekauften Kuchen und Obstsalat. Wirklich gut alles in allem. Zwischen Hauptspeise und Nachtisch haben wir dann auch noch die “Bescherung” gemacht. Ziemlich untypisch für kanadische Verhältnisse, da es hier die Geschenke normal erst am nächsten Tag gibt. Da wir jedoch unter Deutschen waren, blieben wir unsrer Tradition treu. Für mich gab es die Geschenke von Oma, Mama und meinen Geschwistern. Bekommen habe ich Geld, Bücher, Weihnachtsplätzchen und nicht zu vergessen Maultaschen und Tempos, wobei die zwei letzen Geschenke eher Mitbringsel waren. Eins habe ich aber nicht ganz verstanden, warum ich von meiner Oma ein Buch mit dem Titel “eine Bäuerin aus Siebenbürgen erzählt aus ihrem Leben”, oder sowas ähnliches bekommen habe.

Nach dem Essen mussten Jose und ich auch schon wieder mit dem Bus nach Vancouver fahren, da ich am nächsten Tag arbeiten musste.  Wir waren dann so gegen 12 Uhr wieder zurück in unserem Heim.

Am 25. 26. und 27. habe ich dann wieder an meiner Spühlmaschine gearbeitet. Somit war Weihnachten dieses Jahr nicht wirklich Weihnachten und um erhlich zu sein, da habe ich auch ein bisschen Heimweh bekommen. Denn so ohne (ganze) Familie ist Weihnachten einfach nicht so richtig weihnachtlich.

Ganz vergessen habe ich auch zu erwähnen, dass Sara und Patrick zwei Tage vor Heilig Abend uns und Vancouver besucht haben. Sie sind morgens am 23. mit dem Bus hier angekommen, dann haben die Jose und ich sie von der Station abgeholt und sind erstmal in den White Spot gegangen um uns richtig kanadische Bürger in den Magen zu hauen. Das war auch sehr gut und wichtig. Denn danach sind wir mit dem Bus durch ganz Downtown gefahren um ins Aquarium im Stanley Park zu kommen. Dort haben wir eine echt gute Delphinshow gesehen und noch ganz viele weitere schwimmende Tiere hinter dicken Glasscheiben. Es war jetzt nicht das Spannendste, was ich je gesehen habe, aber ein Aquarium ist und bleibt auch einfach ein Aquarium. Da kann man nicht die Spannung eines 007 Filmes erwarten. Zum Schluss  ging es dann noch auf den Vancouver Look Out, von dem man einen sehr guten Ausblick über Vancouver und die Skyline hat, er ist sein Geld echt wert. Bilder kann man da allerdings keine schönen machen, da es irgendwie nicht das gleiche ist wie wenn man selbst dort oben steht und die Stadt einem zu Füßen liegt.

Zu guter letzt will ich euch noch von letzer Nacht erzählen. Wir hatten nämlich eine “Mt. Seymour Ausländer Christmas Party”. Mt. Seymour ist wie ihr vielleicht bereits wisst mein Arbeitgeber. Einer von den Mitarbeitern hat da so ein Dinner im Holiday Inn organisiert, zu dem jeder nichtkanadische Mitarbeiter eingeladen wurde. Leider musste ich bis um 10 arbeiten und konnte somit bedauerlicherweise nicht am Essen teilnehmen, sondern bin nach der Arbeit nur noch mit ins Pub gegangen. Dort war es aber trozdem sehr gut, denn es waren immer noch alle Leute da. Sehr schade war jedoch, dass “last call” schon um 11:30 war und wir um 12 höflich gebeten wurden, das Pub zu verlassen. Immerhin hat man so schon den ein oder andern Dollar gespart. Das Taxi hat uns dann auch für 12 $ heil nach Hause gebracht.

So jetzt habe ich erstmal genug geschrieben. Vater, erinner mich gerne wieder daran zu schreiben, sonst denke ich nicht immer dran.p1010782.jpgp1010783.jpgp1010784.jpgp1010788.jpgp1010800.jpgp1010803.jpgp1010805.jpgp1010799.jpg

Alltag

Sonntag, den 18. Dezember 2011

So jetzt hat bei mir so langsam der Alltag eingesetzt. Es gibt zwei Möglichkeiten wie der Tag ablaufen kann etweder Snowboarden dann arbeiten oder erst arbeiten und dann Snowboarden. Also im großen und ganzen muss ich sagen bin ich damit sehr zufrieden zwar ist der Job als Dishwasher nicht das Beste aber meine Mitrabeiter sind sehr Nett und das macht die ganze sache etwas erträglicher.

Nur das Wetter macht gerade nicht so sehr mit wobei das über Weihnachten für mich nicht ganz so schlimm ist. Am Freitag hat es oben auf dem Berg geregnet und das tut dem schon liegenden Schnee nicht gerade gut. 5 °C sind einfach etwas zu viel für ein Skigebiet.

Jetzt zur Weihnachtszeit wird sich mein Tagesablauf auch etwas verändern weil ich dann nicht mehr jeden Tag auf die Piste will erstens weil gerade die Jose gekommen ist und ich dann Zeit mit der verbringen will und zweitens weil einfach zu viele Leute auf der Piste sind. Ich hoffe in den nächsten Tagen werden alle Pisten und Lifte geöffnet so dass die Saison richtig straten kann und die Weihnachtsferien gut Geld bringen.

Außerdem habe ich jetzt auch einmal eine Schicht bei Hollister gearbeitet und das war wiedererwartens sehr gut. Ich meine die meisten der Manager sind ein bischen spiesig aber der rester der Mitarbeiter ist echt cool. Als erstes musste ich an den Anproberäumen stehen und den Leuten die Kabinen aufschliesen und ihre anprobestücke kontrollieren und zählen. Das kann manchmal echt lustig sein wenn die Leute beispielsweise kein English sprechen oder einnfach zu überzeugt von sich sind. Dabei habe ich mich aber sehr wichtig gefühlt weil ich immer ein Walki Talki hatte mit dem ich dann immer rumfunken musste wenn ich irgendwas wollte.

Danach bin ich in so ein Abteil gekommen in dem ich dann schauen musste das alles schön zusammengelegt ist und alles gut aussieht. Außerdem musste ich JEDEN Kuden begrüßen und immer mit “Hey, how is it goin” das ist echt ziemlich Lächerlich wenn man das ca. 1000 mal gesagt hat.

Nächsten Freitag ist für mich der erste große Zahltag da bekomm ich von Hollister mein Lohn und von Seymour Mountain, sehr seltsam die zahlen hier alle zwei wochen und nicht einmal im Monat. Dann kann ich mir schöne Weihnachtsgeschenke kaufen.

Jetzt habe ich auch das erstemal Erfahrung mit dem kanadischen Gesundheitssystem gemacht. Letzten Mittwoch hatte ich frei und habe zwei deutschen dann gezeigt wie man Snowboard fährt. Roman musste arbeiten und dann waren wir ca. Zeitgleich fertig, also sind wir danach noch Boraden gegangen. Es war traumhauft. 10 cm Neuschnee, mega Bedingungen kein Mensch auf der Piste einfach Genial. Dann sind wir zweimal gefahren und dann ist Roman mit in den Park gegangen und wurde nach einem gelungenem Kickerspruch etwas übermütig und ist auf eine Art rainbow Box gefahren. Dort hat er rückenlage bekommen und ist aus ca. 1,5 m auf der harten Box mit seinem unteren Becken gelandet. Danach sind wir runter gefahren und er hat gemeint er macht Pause. Ich bin dann noch eine abfahrt gefahren und dann sind wir mit dem Shuttle Bus runtergefahren. Als wir dann nach Hause gehumpelt sind waren wir beide der Meinung das wir zum Arzt gehen sollten, also haben wir eine Freundin angerufen die uns dann abgeholt hat und uns ins Krankenhaus gebracht hat. Witzig dabei ist das die Freundin selbst einen Gips hat weil sie ihr Handgelenk gebrochen hat, das heist zwei Snowboard Grüppel in einem Auto. Naja lange Rede kurzer Sinn diagnose, typische Hokey verletzung irgend ein Muskel am Oberschenkel gezerrt, überdehnt oder angerissen. Roman läuft jetzt wie ein 85 alter Herr, aber es wird immer besser. Ich hatte nur ziemlich Panik da mich die verletzung ziemlich an meine eigene Hüftverletzung erinnerst hat und das wäre ziemlich deprimierend gewesen.

Es auch ca. nur eine Stunde gedauert bis wir endlich angemeldet waren weil die jedes kleinste Detail wissen wollten, aber im großen und ganzen sind zwei Stunden warten denke ich ganz in Ordnung das wäre in Deutschland in einem Skigebiet auch nicht schneller gegangen.

So ja, ich glabue das war es im großen und ganzen. Es Weihnachtet sehr hier, in jedem Laden hört man nur noch Weihnachtsmusik das ist echt schrecklich mitlerweile, vielleicht auch einfach deswegen weil es bei mir keine Weihnachtsstimmung weckt, ich vermiss einfach die Plätzchen :).

Ja wie schon gesagt insgesamt fühl ich mich mitlerweile sehr Wohl hier, ein bisschen wie im Traum, jeden Tag wann immer ich will Snowboardfahren hat schon was für sich. Nur an was ich mich nicht so sehr gewöhnen kann ist das Bier, man kann das letzte Pennerbier vom Lidl, Penny oder Plus vergleichen mit dem durchschnittsbier hier, das ist ziemlich deprimierend.

Unten seht ihr noch ein paar Bilder von dem Berg auf dem ich arbeite dort hat man einen sehr schönen Ausbilck auf die Stadt Vancouver.

Der andere Dishwasher mit dem ich arbeite meint immer, also grob übersetzt “… weisch mir sin hier nur über d Winder, wenn I do s ganze Johr schaffe dät no hätt I die scho alle hi gschlage, aber so hat mor für so ebbes garkoi Zeit, mor muss sich halt oifach möge. ”

Zitat vom guten alten Brad, der ist echt staark hat aber glaub ich bisschen ein Problem mit dem eckligen kanadischen Bier.Seymour MountainDowntown Babyeast Vancouver


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